Rosenhecke - eine Vorübung

Autodidaktisches Training mit Stufe 1 "Im Kontakt mit der Inneren Stimme"

Liebe Leser,

ein Wenig zu mir und wo ich zur  Zeit im Leben stehe. Mein Name ist Reinhilde Burg, ich bin seit gestern 54 Jahre alt und derzeit in erster Linie Hausfrau und Mutter. Meine berufliche Tätigkeit ist im Moment in den Hintergrund getreten.

Ich habe mich dazu entschlossen, mit der TRILOGOS Methode - nun bereits zum 3ten Mal - eine weitere persönliche, neue Entwicklungsrunde zu starten. Die beiden ersten Male habe ich dies mit den sog. Trilogos Grundschul-Modulen durchexerziert.

Dieses Mal werde ich es von zuhause aus, anhand des autodidaktischen Lehrganges "Im Kontakt mit der inneren Stimme" Stufe 1-3 (Linda Vera Roethlisberger) absolvieren. Und ich werde es in diesem Blog öffentlich teilen.

Aus den Erfahrungen der ersten Runden weiß ich, es wird eine Wirkung in meinem Leben haben, aber es wird auch eine gewisse Anstrengung erfordern, um das Tal der inneren Bequemlichkeit zu verlassen und den Berg der persönlichen kleinen und größeren Erkenntnisse zu erklimmen. Und doch freue ich mich sehr darauf.

Ich starte heute mit der Vorübung, die Rosenhecke:

„Meine Rosenhecke steht im Vorgarten eines 5iger Jahre Hauses mit Grundstück. Der Weg dorthin ist mit Betonplatten ausgelegt und es ist Winter. Ein Hauch von Schnee liegt auf der Umgebung, alles ist still und wirkt unbelebt. Die Rosen sind im Winterschlaf, kein erkennbares Leben ist in ihnen. Es handelt sich um eine Edelrosenart, eine langstielige, intensiv rosafarbige Sorte. Sie hat kaum Dornen und die Stiele sind braun, wirken tot. Die Blätter sind verdorrt und fallen bei der geringsten Berührung zu Boden. Die Kelchblätter haben noch einen Hauch von lebendigem Grün und auch eine geringe Elastizität ist übriggeblieben. Die Blüte selbst ist leicht geöffnet. Doch bevor sie zur Gänze erblühen konnte, hat sie die Kraft verlassen, der Winter hat sie in ihrer Entwicklung gestoppt. Die äußeren Blütenblätter sind verdorrt, die inneren haben noch ihre ursprüngliche rosa Farbe erhalten, sind jedoch offenbar modrig, das kann ich riechen.“

Was kommt mir zu diesem Bild nun in den Sinn?

Auch wenn alles, wirklich alles rundherum auf Verlassenheit und Unbelebtheit hindeutet, kenne ich die Abfolgen der Jahreszeiten und kann gemäß Naturgesetz darauf vertrauen, dass bald der Frühling kommen wird mit neuer Lebenskraft. Aber die Zeit der Ruhe und des Ausruhens ist absolut wichtig, damit die Rosen wieder genügend Energie gesammelt haben, um im Frühling überhaupt blühen zu können.

Ich erkenne darin meine momentane Lebenssituation wieder. Allerdings wird mir erst mit diesem Bild tief innen klar, wie wichtig längere Zeiten der Ruhe sind, in denen keine Handlungs-Richtung erkennbar ist. Das Naturgesetz jedoch ist es, was mir die Gewissheit bringt, dass etwas Neues folgen wird. Diese tiefe innere Gewissheit  war mir irgendwie abhanden gekommen. Ich hatte sie nur noch im Kopf, als Wissen. Aber jetzt weiß ich wieder, dass es nicht ausreicht es nur im Kopf gehabt zu haben, es ist wieder in den Körper und die Seele „gerutscht“.

Es geht um meinen Kräftehaushalt, der sich jetzt ausruhen muss, in der Gewissheit, dass er wieder erstarken und tatkräftig sein wird. Das fühlt sich wirklich beruhigend an.

Ich werde im Laufe des Blogs berichten, ob und in welcher Form die Blüten sich in meinem Leben ergeben werden.

Bis demnächst
Ihre/Eure Reinhilde

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